Wissen
Chiliwissen kurzgefasst: (Pflanze)
- Botanik: Chilipflanzen gehören botanisch zur Gattung Capsicum und der Familie der Nachtschattengewächse (botanisch: Solanaceae).
- Chilis sind botanisch gesehen „Beeren“.
- Herkunft: Chilipflanzen stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika.
- Anbau: Chilipflanzen gedeihen am besten in warmen Klimazonen.
- Oft als einjährige Pflanzen kultiviert, können aber auch mehrjährig sein!
- Namen: Ursprung bei den Azteken aus der Nahuatl-Sprache (bedeutet „klein & scharf“). Synonyme: Chilis, Chillies, Chilischoten, Pfefferschoten, Peperoni oder Pepperoncini.
- Früchte: Die Früchte der Chilipflanzen sind als Chilischoten bekannt. Sie variieren in Farbe, Form, Größe und Schärfe je nach Sorte.
- Schärfe: Für die Schärfe der Chili ist der Stoff Capsaicin (Alkaloid) verantwortlich, gemessen wird diese in der Einheit Scoville (SHU = Scoville Heat Units).
- Früheres Messverfahren: Bestimmung des Wassertropfenanteils bis zur Neutralität.
- Heutiges Messverfahren: High Performance Liquid Chromatography (HPLC).
- Chilipflanzen werden meist ca. 1,5 m hoch, mit Wurzeln von ca. 60 cm Länge.
- Chilipflanzen bevorzugen saure Böden mit einem pH-Wert von 4,3 bis 6.
- Lebensdauer: Chilipflanzen können bis zu 10 Jahre wachsen.
- Capsaicin-Gehalt: Liegt je nach Gattung zwischen 0,3 % und 0,85 %.
- Capsicum: Die Gattungen bezeichnen zumeist den Ursprung der jeweiligen Chilisorten.
- Capsicum: Kommt aus dem Griechischen „Kapsa“, was „Kapsel / Behälter“ bedeutet.
Qualitätssicherung
Die häufigsten Probleme beim Chili:
- Schimmelbefall
- Pestizideinsatz
- Lebendbefall
- Ernteausfälle aufgrund von Wetterbedingungen
- Unkalkulierbare Preisschwankungen
Standardanalyseparameter:
- Aflatoxine
- Pestizide
- Ochratoxin A
- Mikrobiologie
- Sudanfarbstoffe
- Scoville
Chiliwissen – Fun Facts
- Die kleinste Chili der Welt ist streichholzkopfgroß, sie ist die Urchili.
- Die Urchili ist vermutlich die Tepin bzw. Chilitepin.
- Vögel haben keine Capsaicin-Rezeptoren, weshalb sie gerne Chilis essen. Daher werden Chilis auch oft als „Bird’s Eye Chilis“ oder „Bird Pepper“ bezeichnet!
- Vögel haben keine Magensäure und verteilen daher die Samen.
- Pepper X ist mit ca. 2,693 Mio. SHU die schärfste Chili der Welt.
- Die teuerste Chili der Welt ist die Charapita-Chili aus Österreich, sie kostet bis zu 50.000 €/kg. Die Schärfe entwickelte die Chili ursprünglich gegen Fressfeinde (Säugetiere).
- Den milden „Paprika“ gibt es erst seit wenigen Jahrzehnten (Züchtung der Ungarn).
- Chilis aus ein und demselben Samenstrang können ganz unterschiedliche SHU-Werte erzeugen.





