Geschichte

  • Vor dem 15. Jahrhundert waren Chilis in Europa komplett unbekannt. Pfeffer war bis dahin einer der wenigen „Scharfmacher“ und sehr teuer (1 kg = ca. 80.000 €).
  • Die Situation spitzte sich weiter zu, denn seit etwa Mitte des 14. Jahrhunderts zwängte sich das Osmanische Reich zwischen Europa und den Osten. Die Landwege standen nicht mehr offen, noch höhere Zölle mussten bezahlt werden!
  • 1492 n. Chr. brachte Christoph Kolumbus aus der Karibik („Westindien“) kleine Beeren mit, die sich durch enorme Schärfe auszeichneten. Irrtümlicherweise hielten er und seine Begleiter die Pflanzen mit den feurigen Früchten für Verwandte des schon aus Indien bekannten Pfeffers und bedachten sie daher gleichfalls mit dem Namen pimienta, was auf Spanisch „Pfeffer“ bedeutet. Aus diesem Grund heißen die pikanten Gewürzpaprikasorten, welche international als „Chilis“ bekannt sind, vielerorts eben „Spanischer Pfeffer“ oder „Cayennepfeffer“.
  • Seit dem 16. Jahrhundert verbreiteten sich die Chilischoten um den ganzen Erdball, von Afrika über Indien bis ins tiefste Asien.
  • Bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Chilis sehr oft als Zierpflanze verwendet. Erst Anfang der 1950er durch Ungarn als „Volksgewürz“ etabliert! (Gemüsepaprika)

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